Difference between revisions of "Die Legende von Castle Darkmore"

From Simia
Jump to navigation Jump to search
(Created page with "{{pubdate|{{subst:CURRENTDAY}}|{{subst:CURRENTMONTHNAME}}|{{subst:CURRENTYEAR}}}} ''Nie und nimmer hätte ich es für möglich gehalten, dass es tatsächlich eine Welt gibt,...")
 
 
Line 19: Line 19:
 
----
 
----
  
−
Schloss Darkmore schien wie ein ausgehöhlter, zahnloser Schädel über die Weiten des Loch Ness zu schauen, es zu bewachen und dem Monster zuzuschauen. Wir betraten das Schloss durch das halb verfallen Tor und waren im Schlosshof. Nur wenige der Erker standen noch aufrecht, und auch ein großer Teil der Mauer ließ einen Blicj in die schöne, grüne Landschaft der Umgebung zu. Devon beschrieb und einige Kleinigkeiten, als wir das Schloss näher inspizierten.
+
Schloss Darkmore schien wie ein ausgehöhlter, zahnloser Schädel über die Weiten des Loch Ness zu schauen, es zu bewachen und dem Monster zuzuschauen. Wir betraten das Schloss durch das halb verfallen Tor und waren im Schlosshof. Nur wenige der Erker standen noch aufrecht, und auch ein großer Teil der Mauer ließ einen Blick in die schöne, grüne Landschaft der Umgebung zu. Devon beschrieb uns einige Kleinigkeiten, als wir das Schloss näher inspizierten.
  
 
"Wollt ihr die Legende hören, die sich um dass Schloss rankt?", fragte uns Devon, als ihm die Informationen auszugehen schienen. Ich bejahte seine Frage sofort, ich war schon immer interessiert an alten Legenden und Märchen.
 
"Wollt ihr die Legende hören, die sich um dass Schloss rankt?", fragte uns Devon, als ihm die Informationen auszugehen schienen. Ich bejahte seine Frage sofort, ich war schon immer interessiert an alten Legenden und Märchen.
Line 25: Line 25:
 
"Nun gut.", fing Devon an, "Einst lebte hier ein mächtiger und edler Ritter, der das ganze Gebiet um das Loch Ness bewachte, und der den stolzen Familiennamen McGalahad trug, war er doch ein direkter Abkömmling des großen Galahad, der dereinst mit König Artus als ein Ritter der Tafelrunde auszog, den heiligen Gral zu finden...
 
"Nun gut.", fing Devon an, "Einst lebte hier ein mächtiger und edler Ritter, der das ganze Gebiet um das Loch Ness bewachte, und der den stolzen Familiennamen McGalahad trug, war er doch ein direkter Abkömmling des großen Galahad, der dereinst mit König Artus als ein Ritter der Tafelrunde auszog, den heiligen Gral zu finden...
  
−
''McGalahad schritt auf und ab, sein rabenschwarzes Haar flatterte ihm Wind, den er durch seine eigene Bewegung verursachte. Er war nervös. Bisher war er nur selten nervös geworden, aber je älter er wurde, umso öfter geschah dies.''
+
''McGalahad schritt auf und ab, sein rabenschwarzes Haar flatterte im Wind, den er durch seine eigene Bewegung verursachte. Er war nervös. Bisher war er nur selten nervös geworden, aber je älter er wurde, umso öfter geschah dies.''
  
 
''Er wurde alt. Er hatte immer noch keine Frau fürs Leben gefunden, und erst recht noch keinen Erben für sein kleines Reich. Früher, ja früher waren ihm die Frauen nachgerannt, er hatte in wildem Kampf Jungfrauen und Prinzessinnen aus den Klauen von Straßenräubern und Dunklen Rittern gerettet. Oft hatte er wilde Nächte, doch war er stets darauf bedacht, keine Kinder zu bekommen, weil er sich nicht reif dazu fühlte. Und auch weil er noch ungebunden durch die Welt ziehen wollte, um weiter Abenteuer zu erleben und Heldentaten zu vollbringen.''
 
''Er wurde alt. Er hatte immer noch keine Frau fürs Leben gefunden, und erst recht noch keinen Erben für sein kleines Reich. Früher, ja früher waren ihm die Frauen nachgerannt, er hatte in wildem Kampf Jungfrauen und Prinzessinnen aus den Klauen von Straßenräubern und Dunklen Rittern gerettet. Oft hatte er wilde Nächte, doch war er stets darauf bedacht, keine Kinder zu bekommen, weil er sich nicht reif dazu fühlte. Und auch weil er noch ungebunden durch die Welt ziehen wollte, um weiter Abenteuer zu erleben und Heldentaten zu vollbringen.''
Line 35: Line 35:
 
''Tag für Tag wurde der Ritter verzweifelter, verbitterter, und verlor mehr und mehr die Regeln, die ein Held beherzigen sollte, aus dem Gedächtnis und so kam es, dass auch sein einst so edles Gemüt verdarb.''
 
''Tag für Tag wurde der Ritter verzweifelter, verbitterter, und verlor mehr und mehr die Regeln, die ein Held beherzigen sollte, aus dem Gedächtnis und so kam es, dass auch sein einst so edles Gemüt verdarb.''
  
−
''So kam es, dass er eines Tages einfach nach Augustin ritt, welches zu seinem Lande gehörte, die nächste hübsche Frau - eine Schönheit mit Augen strahlend wie Smaragde - die in sein Blick geriet, nahm, die Nacht mit ihr verbrachte und ihr, ohne dass sie es wollte, die Unschuld raubte.''
+
''So kam es, dass er eines Tages einfach nach Augustin ritt, welches zu seinem Lande gehörte, die nächste hübsche Frau - eine Schönheit mit Augen strahlend wie Smaragde - die in seinen Blick geriet, nahm, die Nacht mit ihr verbrachte und ihr, ohne dass sie es wollte, die Unschuld raubte.''
  
 
''Doch das Schicksal ließ den Ritter nicht unbestraft, hatte er doch in seiner Unachtsamkeit die Tochter des Kräuterweibs gewählt, und so, als sie von des Ritters Untat vernahm, legte das Kräuterweib, die auch eine Hexe war, einen uralten Fluch auf den Ritter, der sagte, dass er der Letzte sein wird vom Blute des Galahad, der diese Welt verlassen sollte.''
 
''Doch das Schicksal ließ den Ritter nicht unbestraft, hatte er doch in seiner Unachtsamkeit die Tochter des Kräuterweibs gewählt, und so, als sie von des Ritters Untat vernahm, legte das Kräuterweib, die auch eine Hexe war, einen uralten Fluch auf den Ritter, der sagte, dass er der Letzte sein wird vom Blute des Galahad, der diese Welt verlassen sollte.''
Line 45: Line 45:
 
''Doch nun schien es so, als ob sich der Fluch der Hexe nicht bewahrheiten sollte: ihre Tochter war, wie man bald erkannte, schwanger und erwartete ein Kind des verfluchten Ritters. Und wenige Monate später wurde ihr das Kind geboren, ein wunderschönes Mädchen mit den rabenschwarzen Haaren des Ritters und den smaragdgrünen Augen der Mutter.''
 
''Doch nun schien es so, als ob sich der Fluch der Hexe nicht bewahrheiten sollte: ihre Tochter war, wie man bald erkannte, schwanger und erwartete ein Kind des verfluchten Ritters. Und wenige Monate später wurde ihr das Kind geboren, ein wunderschönes Mädchen mit den rabenschwarzen Haaren des Ritters und den smaragdgrünen Augen der Mutter.''
  
−
''Doch nur den ersten Blick nach war der Fluch nicht in Erfüllung getreten: wenige Monate nach der Geburt des Kindes machte sich eine kleine Gruppe von Holzfällern und Jägern auf den Weg zu Schloß Darkmore, um einige Wertsachen zu holen, so daß das Kind ein angenehmes Leben führen könne.''
+
''Doch nur auf den ersten Blick schien der Fluch nicht in Erfüllung getreten zu sein: wenige Monate nach der Geburt des Kindes machte sich eine kleine Gruppe von Holzfällern und Jägern auf den Weg zu Schloß Darkmore, um einige Wertsachen zu holen, so daß das Kind ein angenehmes Leben führen könne.''
  
 
''Und so kam an jenem Tag die schreckliche Wahrheit ans Licht: Ein Geist bewohne das Alte Schloss, der Geist des Ritters McGalahad, tot zwar, doch so lange an diese Welt gebunden, bis der Letzte seiner Nachkommen sterbe, so daß er schließlich als Allerletzter seiner Familie diese Welt verlassen und seinen Frieden finden könne. Er bat die Gruppe, das Kind umzubringen, doch keiner brachte es über das Herz, und so lebte das Kind, wurde groß, heiratete und gründete eine Familie, und die Legende sagt, dass auch heute noch Nachkommen des verfluchten Ritters in Augustin leben sollen.''
 
''Und so kam an jenem Tag die schreckliche Wahrheit ans Licht: Ein Geist bewohne das Alte Schloss, der Geist des Ritters McGalahad, tot zwar, doch so lange an diese Welt gebunden, bis der Letzte seiner Nachkommen sterbe, so daß er schließlich als Allerletzter seiner Familie diese Welt verlassen und seinen Frieden finden könne. Er bat die Gruppe, das Kind umzubringen, doch keiner brachte es über das Herz, und so lebte das Kind, wurde groß, heiratete und gründete eine Familie, und die Legende sagt, dass auch heute noch Nachkommen des verfluchten Ritters in Augustin leben sollen.''

Latest revision as of 04:39, 1 October 2026

Nie und nimmer hätte ich es für möglich gehalten, dass es tatsächlich eine Welt gibt, die so anders ist, als das, was wir kennen.

Wenn Du diese Geschichte gelesen hast, wirst Du meine Verwunderung und meinen Unglauben vielleicht verstehen - denn in einer Welt voller Geister und Hexerei schienen wir bisher nicht gelebt zu haben.

Doch all das änderte sich für mich an einem Abend, den ich in Schottland verbracht hatte, und an dem mir diese ganz andere, und doch unsere Welt, offenbar wurde...


Im letzten Sommer besuchte ich eine Freundin von mir, Jasmin, die in Schottland studierte. Ich hatte sie vor einigen Jahren im Urlaub kennengelernt und sie seitdem nicht mehr gesehen. Sie studierte in Edinburgh und lebte zeitweise über die Semesterferien bei ihren Verwandten in Inverness. Ich wurde also nach Schottland eingeladen, und da ich schon immer mal den Ben Nevis oder das sagenumwoben Loch Ness sehen wollte, ging ich auf die Einladung ein und reiste hin. Die Fahrt verging ruhig und ohne besondere Zwischenfälle, lediglich die Fähre bei Calais hatte eine Stunde Verspätung.

In Inverness angekommen hatte ich zunächst einige ruhige Tage. Inverness ist ein anschaulicher Ort mit kaum mehr als 30000 Einwohnern, für unsere Maßstäbe also ein unbedeutendes Provinznest. Dennoch hatte ich eine angenehme Zeit und amüsierte mich. Ich hatte mir auch einige Male Loch Ness angeschaut, doch leider nicht das berüchtigte Ungeheuer gesehen (dafür aber einige interessante Souvenirs entdeckt: es gibt dort nämlich "Ungeheuerbrunftschreipfeifen" oder etwa bestimmtes Lockfutter für Monster. Auch besuchte ich ein kleines Privatmuseum, in dem neben so unglaublichen Dingen wie Zähnen und Hautstücken von Nessie noch wissenschaftliche Testergebnisse und viele Zeugenaussagen (vor kurzem erst gab es den 1500. Augenzeugen) und andere Sachen zu begutachten waren. Allerdings musste ich enttäuscht feststellen, dass ich keinen echten Beweis für das Monster gesehen hatte).

Eines Nachmittags stellte mir Jasmin Devon McAdams vor, ein Mitstudent mit auffällig schwarzen Haaren und irgendwie deplaziert wirkenden, grünen Augen, der in Augustin, einem kleinen Ort am Südende des Sees aufgewachsen ist und sich hier wie in seiner Westentasche auskennt. Er schlug vor, dass wir uns das alte Schloss am westlichen Ufer des Sees mal anschauen könnten. Er würde uns gerne führen.

Da ich bereits auf der Hinfahrt das Schloss bemerkt hatte, willigte ich ein, und zwei Tage später saßen Jasmin, Devon und ich in seinem Wagen und waren unterwegs nach Castle Darkmore.


Schloss Darkmore schien wie ein ausgehöhlter, zahnloser Schädel über die Weiten des Loch Ness zu schauen, es zu bewachen und dem Monster zuzuschauen. Wir betraten das Schloss durch das halb verfallen Tor und waren im Schlosshof. Nur wenige der Erker standen noch aufrecht, und auch ein großer Teil der Mauer ließ einen Blick in die schöne, grüne Landschaft der Umgebung zu. Devon beschrieb uns einige Kleinigkeiten, als wir das Schloss näher inspizierten.

"Wollt ihr die Legende hören, die sich um dass Schloss rankt?", fragte uns Devon, als ihm die Informationen auszugehen schienen. Ich bejahte seine Frage sofort, ich war schon immer interessiert an alten Legenden und Märchen.

"Nun gut.", fing Devon an, "Einst lebte hier ein mächtiger und edler Ritter, der das ganze Gebiet um das Loch Ness bewachte, und der den stolzen Familiennamen McGalahad trug, war er doch ein direkter Abkömmling des großen Galahad, der dereinst mit König Artus als ein Ritter der Tafelrunde auszog, den heiligen Gral zu finden...

McGalahad schritt auf und ab, sein rabenschwarzes Haar flatterte im Wind, den er durch seine eigene Bewegung verursachte. Er war nervös. Bisher war er nur selten nervös geworden, aber je älter er wurde, umso öfter geschah dies.

Er wurde alt. Er hatte immer noch keine Frau fürs Leben gefunden, und erst recht noch keinen Erben für sein kleines Reich. Früher, ja früher waren ihm die Frauen nachgerannt, er hatte in wildem Kampf Jungfrauen und Prinzessinnen aus den Klauen von Straßenräubern und Dunklen Rittern gerettet. Oft hatte er wilde Nächte, doch war er stets darauf bedacht, keine Kinder zu bekommen, weil er sich nicht reif dazu fühlte. Und auch weil er noch ungebunden durch die Welt ziehen wollte, um weiter Abenteuer zu erleben und Heldentaten zu vollbringen.

Und so kam es, dass er nie die Frau fürs Leben fand, denn als er ruhiger wurde, waren alle Frauen seines Alters vergeben, und die Jüngeren samt und sonders nicht an einem so alten Ritter interessiert.

Zunächst störte dies den Ritter nicht, doch keine Aufgabe löst sich von alleine, wenn man sie nur lange genug vor sich herschiebt, und so auch diese nicht. Zudem war dies eine jener Aufgaben, die - da zu lange aufgeschoben - schließlich zu Leid führen würde. Je älter er wurde desto dringender erschien es ihm, einen Erben haben zu müssen, auf dass die alte und stolze Linie der McGalahads nicht auf ewig erlöschen möge - denn er war der Letzte der McGalahads.

Tag für Tag wurde der Ritter verzweifelter, verbitterter, und verlor mehr und mehr die Regeln, die ein Held beherzigen sollte, aus dem Gedächtnis und so kam es, dass auch sein einst so edles Gemüt verdarb.

So kam es, dass er eines Tages einfach nach Augustin ritt, welches zu seinem Lande gehörte, die nächste hübsche Frau - eine Schönheit mit Augen strahlend wie Smaragde - die in seinen Blick geriet, nahm, die Nacht mit ihr verbrachte und ihr, ohne dass sie es wollte, die Unschuld raubte.

Doch das Schicksal ließ den Ritter nicht unbestraft, hatte er doch in seiner Unachtsamkeit die Tochter des Kräuterweibs gewählt, und so, als sie von des Ritters Untat vernahm, legte das Kräuterweib, die auch eine Hexe war, einen uralten Fluch auf den Ritter, der sagte, dass er der Letzte sein wird vom Blute des Galahad, der diese Welt verlassen sollte.

Der Ritter besann sich und hasste sich selbst ob seiner Tat, doch selbst die tiefste Reue vermag nichts ungeschehen machen. Als er den Fluch der Hexe vernahm, überfiel ihn der Kummer und schließlich starb er vor Gram.

"Dieser Teil der Legende", so versicherte mir Devon, "ist die reine Wahrheit, und man kann ihn im alten Buch der Chronik vom Castle Darkmore nachlesen. Doch jener Teil, der die Geschichte so richtig interessant macht, ist wahrscheinlich vim Volk dazuerfunden worden, denn angeblich soll es sich danach wie folgt zugetragen haben..."

Doch nun schien es so, als ob sich der Fluch der Hexe nicht bewahrheiten sollte: ihre Tochter war, wie man bald erkannte, schwanger und erwartete ein Kind des verfluchten Ritters. Und wenige Monate später wurde ihr das Kind geboren, ein wunderschönes Mädchen mit den rabenschwarzen Haaren des Ritters und den smaragdgrünen Augen der Mutter.

Doch nur auf den ersten Blick schien der Fluch nicht in Erfüllung getreten zu sein: wenige Monate nach der Geburt des Kindes machte sich eine kleine Gruppe von Holzfällern und Jägern auf den Weg zu Schloß Darkmore, um einige Wertsachen zu holen, so daß das Kind ein angenehmes Leben führen könne.

Und so kam an jenem Tag die schreckliche Wahrheit ans Licht: Ein Geist bewohne das Alte Schloss, der Geist des Ritters McGalahad, tot zwar, doch so lange an diese Welt gebunden, bis der Letzte seiner Nachkommen sterbe, so daß er schließlich als Allerletzter seiner Familie diese Welt verlassen und seinen Frieden finden könne. Er bat die Gruppe, das Kind umzubringen, doch keiner brachte es über das Herz, und so lebte das Kind, wurde groß, heiratete und gründete eine Familie, und die Legende sagt, dass auch heute noch Nachkommen des verfluchten Ritters in Augustin leben sollen.

Und heute, zwölf Jahrhunderte nach dem Tod des Ritters, soll sein Geist nachts immer noch durch das Schloss ziehen und nach Möglichkeiten und Mitteln suchen, mit denen er seine eigenen Nachkommen umbringen kann, so dass er endlich eines Tages seinen Frieden finden kann.

Mir zog ein kalter Schauer über den Rücken. Während Devon die Geschichte erzählt hatte, war es etwas kühler geworden und die Sonne hing schon sehr tief und machte sich auf, hinter der hügeligen Landschaft des westlichen Schottlands zu verschwinden.

Wir fuhren zurück nach Inverness und vergaßen die Geschichte schnell wieder.


Bis heute habe ich auch nicht an die Geschichte gedacht - doch als Jasmins Brief vor zwei Tagen ankam, erinnerte ich mich schnell wieder an die Legende.

Man hatte Devon in der Nähe des Schlosses erdrosselt aufgefunden, irgendein Wahnsinniger muss ihm Ketten um den Hals gelegt haben und dann so die Kehle zerquetscht.

Normalerweise würde mich das nicht weiter beunruhigen.

Doch mein Familienstammbaum zeigt eine schottische Lady, die den Mädchennamen McAdams trug.


Ursprünglich um 1992-1996 (?) in unserer Schülerzeitung veröffentlicht, dann am 27. März 2001 auf Nodix wiederveröffentlicht.

fiction
Simia

Previous entry:
Some language introspection around Croatian loud and quiet
Next entry:
None