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Was für ein Zufall!

Ich schreibe einem Kollegen in den Niederlanden. Der Antwortet mir, dass er bald nach Barcelona zieht, auf eine neue Stelle. Keine zwei Minuten später schickt mir Sixt eine eMail mit einem Spezialangebot, Hotel und Mietwagen für drei Tage Barcelona für nur X Euro.

Was für ein Zufall!

Goldener Würfel

Nein, kein Rollenspielpreis, das war der Goldene Becher. Vielmehr hatte Schwesterchen von der Post einen Brief abgeholt, während ich in Indien war, und nun, da ich zurück bin, habe ich ihn endlich aufgemacht, und deswegen kann ich jetzt nicht über Indien schreiben sondern widme mich diesem Brief.

Der Inhalt? Ein Würfel, scheinbar mit goldener Folie überzogen, und wo die Eins sein sollte ist ein kleines Bild von etwas kaum erkennbaren. Ich dachte im ersten Moment, es sei eine Rorschach-Figur. Nachdem Schwesterchen ja schon letztes Jahr beim Hustle-the-Sluff dabei war, nehme ich an, dass es diesmal etwas ähnliches ist. Also, ab zu Googles Blogsearch, und danach gesucht, und, wer sagt's denn, gleich ein Treffer, bei Daniel Gramsch, dem Zeichner von Alina Fox.

Aus einem Kommentar ist zu entnehmen, dass Daniel Rüd ebenfalls einen solchen Brief enthalten hat, aber noch nicht darüber gebloggt hat. Ein weiterer Kommentar von Angie enthält sogar einen Link, auf dem man erkennt, dass der vermeintliche Rorschachtest doch eine Kuppel ist, von Schloss Charlottenburg in Berlin, mit der Fortuna drauf. Passend für einen Würfel, durchaus.

Laut dem Fuchsbau deutet das ganze auf ein sogenanntes Alternate Reality Game hin, eine Art elaborierter Mischung aus Live-Rollenspiel und Schnitzeljagd. Etwas, für das ich zur Zeit überhaupt nicht die Zeit habe, aber dann wiederum klingt es so spannend, dass ich sehr viel Lust darauf habe. Ich habe erst unlängst das spannende Buch Convergence Culture von Henry Jenkins vom MIT CMS verschlungen, in dem er solche und ähnliche Phänomene beschreibt.

Drum fänd ich's spannend, doch dabei zu sein. Also, auf zu der von Angie entdeckten Webseite, um mehr Informationen auszugraben. Angie, wenn Du das liest -- wie hast Du die Seite ausfindig gemacht? Und wer bist Du?

Wer sonst hat noch einen Würfel erhalten?


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Frohes Neues Jahr!

Letztes Jahr schrieb ich einen langen 2005er Abschiedseintrag. Dieses Jahr nicht, nicht etwa weil das Jahr nicht gut zu mir war -- es war sehr gut zu mir! -- sondern einfach, weil mir die Zeit fehlt. Ich muss noch packen. In weniger als zwei Stunden beginnt meine Reise nach Indien. Nein, nicht wegen der Arbeit, ganz privat. Langsam werde ich nervös, dass ich das mit dem Packen nicht mehr packe.

2006 war unglaublich gut. Ich konnte von mancher Arbeit die Früchte ernten, und andere Pflanzen weiter wachsen sehen. 2007 und 2008 stehen dann weitere Ernten an. Allerdings fällt mir auf, dass ich wahrscheinlich einer der schlechtesten Blogger des Planeten bin. Da schreibe ich an Büchern mit, und hier erwähne ich die nicht mal! Das werde ich nächstes Jahr nachholen müssen. Allerdings hängt das auch ein wenig mit dem geplanten Relaunch von Nodix zusammen. Viele Inhalte warten noch darauf, dass ich sie wieder hochlade, aber das mache ich erst, wenn ich die neue Software eingerichtet habe. Den Wunschtermin - zum Nodix-Geburtstag - werde ich wohl nicht mehr schaffen, schade. Aber ich lenke wieder ab, ich sollte wirklich packen. Wir hören uns ja wieder, in ein paar Wochen. Vielleicht erzähle ich sogar von Indien. Und von ein paar anderen Reisen von diesem Jahr. Zu erzählen gäbe es zumindest manches.

Allen Lesern meine besten Wünsche zum Neuen Jahr! Allen eine schöne Feier, einen guten Rutsch, mögen ein paar Eurer Wünsche für 2007 in Erfüllung gehen.

Der am schnellsten gebrochene Vorsatz

  1. Keine Vorsätze haben.

Schneller als den kann man keinen Vorsatz brechen.

Rollenspiel und Web 2.0

Letzte Woche hielt ich in Wien einen Vortrag auf der Semantics 2006. Danach wurde ich um ein Radio-Interview gebeten, und dabei sprachen wir über das Semantic Web, Web 2.0 und ähnliche Themen -- meine Arbeit halt. Semantic Web, das Web der Daten, Web 2.0, das Mitmach-Web (ganz grob).

Plötzlich aber wechselte die Reporterin das Thema, meinte, ich würde ja auch an Deutschlands beliebtestem Rollenspiel Das Schwarze Auge arbeiten. Ob ich den Zuhörern erklären könnte, was denn Rollenspiel sei. Und da erklärte ich Rollenspiel als Geschichtenerzählen 2.0 -- Geschichtenerzählen zum Mitmachen, wo es darum geht, in der Gruppe eine gemeinsame Geschichte zu erzählen.

Na, wenn das mal keine neue Definition ist.

Zeitverschiebung

Es ist Mittag in Hawaii, und ich bin müde! Herrje.

Liegt wahrscheinlich daran, dass ich in Karlsruhe bin.

Das Stöckchen behalte ich

So. Ich fange das nächste Stöckchen auf, von Buddy. Also los.

Fünf Dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte

  1. Weltfrieden.
  2. Das Semantic Web.
  3. Einen Roman. Selbstgeschrieben, fertig, und mit Verleger. Und richtig gut.
  4. Ein Direktes Neuronales Interface zur Matrix. Ich meine zum Web.
  5. Die Eine Richtige.
  6. Sechs Richtige.
  7. Die Fähigkeit bis Fünf zu zählen.

Die Reihenfolge enspricht nicht der Relevanz.

Fünf Dinge, die ich habe, aber lieber nicht hätte

  1. Keine Ahnung.
  2. Eine schlecht gewartete Website.
  3. Zu wenig Zeit.
  4. Mir wird schlecht, wenn ich Gurken esse.
  5. Ein paar Kilogramm.

Fünf Dinge, die ich nicht habe, aber auch nicht haben möchte

  1. Allzuviel gesunder Menschenverstand.
  2. Verzweiflung.
  3. Langeweile.
  4. Geldsorgen.
  5. Die Falsche.

Fünf Dinge, die ich habe und aus keinem Grund der Welt missen möchte

  1. Schwesterchen.
  2. Freunde.
  3. Meine Doktorandenstelle am AIFB.
  4. Optimismus. Eine Menge.
  5. Musik.

Fünf Menschen, die dies noch nicht beantwortet haben, von denen ich mir das aber wünsche

  1. Der Papst.
  2. Die Bundeskanzlerin. In ihrem nächsten Podcast.
  3. John Lennon.
  4. Lisa Simpson.
  5. Der unbekannte Soldat.

Berlin, Berlin, ich war jetzt in Berlin...

... und nicht in Olpe. Da fahre ich wohl in ein paar Wochen hin. Aber aus einem ganz anderen Grund. Dafür fliegt Schwesterchen nach Berlin. Aber auch aus einem ganz anderen Grund.

Und Berlin ist sehr wow. Der Reichstag, das Bundeskanzleramt, riesige, beeindruckende Gebäude; die gewaltigen Parks; atemberaubend: das Pergamonmuseum. Einfach unglaublich. Ich habe immer gedacht, der Pergamonaltar wäre halt ein Altar, also ein Steinblock. Niemand hat mir gesagt, dass sie den ganzen Tempel auseinandergeschnitten haben und nach Berlin gebracht haben! Unglaublich. Und dann geht man weiter, tritt durch einen Eingang, und denkt sich, hmm, irgendwie habe ich Blau im Nacken. Und da dreht man sich um, und ist gerade durch das Ischtartor getreten. Und es sieht noch viel beeindruckender aus, als in den Büchern. Ist halt auch etwas größer als in den Büchern.

Und Nofretete ist auch hübsch. Nicht ganz so hübsch wie Ginevra, also bleibt letztere mein Desktop-Hintergrund.

Und das Mauermusuem hat mich mehrfach auf meine Tränendrüse gedrückt. Wahnsinnsgeschichten. Und auf dem Weg zu einem allgemeinem Menschenrechtsmuseum. Mit Info zu Gandhi, zu dem Aufstand in Ungarn, zu den Religionen und ihren Gemeinsamkeiten, und vieles mehr. Aber halt auch: wie ist die Mauer gebaut? Die Helden, die Tunnel bauten. Die Helden, die trotz Befehl nicht auf die Flüchtlinge schossen. Die Helden, die den Stacheldraht hochheben, damit das Kind durchkommt. Die Helden, die stark genug waren, keine Gewalt anzuwenden. Ich weiß nicht, ob ich die selbe Stärke hätte.

Habe auch ein Stück Mauer gekauft. Und weggeschickt. Weil die Mauer muss weg.

Genau.

Ach ja, und die Arbeit war auch cool. Wahrscheinlich eine der coolsten Locations überhaupt: Unter den Linden 1. Direkt an der Museumsinsel.

Apricot ist keine Farbe

Zumindest nicht für Männer. Es gibt aber einen kleinen Anteil Frauen, die vier statt drei verschiedene Zapfen im Auge haben. Dadurch können sie tatsächlich mehr verschiedene Farben sehen (bis zu 100 Millionen verschiedene Farben -- statt nur eine Million bei uns Männern, und den meisten Frauen, nur etwa 2-3% der Frauen sind sogenannte Tetrachromanten). Es sei unvorstellbar, wie das aussehe (ja, das kann ich mir vorstellen, ich meine, nicht vorstellen).

Blöd. Ich fühle mich jetzt voll benachteiligt. Gott ist doch Sexist, verflixtnochmal.

Wetten, dass...

„Hast Du die Titelseite gesehen? Schon wieder eine Story über den 11. September…“
„Weißt Du, solange es noch um 2001 geht, ist doch alles in Ordnung.“
„Das ist doch nur für die Medien. Meinst Du, die schlagen wieder zu?“
„Zum Jahrestag?“
„Ja. Wäre doch der Hammer.“
„Ich weiß nicht. Das ist sicher zu vorhersagbar. Alle werden vorbereitet sein.“
„Eben! Stell Dir vor, das gelingt ihnen! Damit zeigen sie, wie fett sie sind.“
„Ja, schon, aber ich glaube, es klappt nicht.“
„Ich würde wetten…“
„Was?!“
„50 Euro. Am 11. September kommt es zu einem weiteren Anschlag.“
„Diesen Jahres?“
„Ja.“
„Ich weiß nicht…“
„Na gut, ich gewinne nur, wenn es mehr als 200 Tote gibt, sonst zählt es nicht.“
„Hmm… abgemacht.“

* * *

… die Polizei war abgelenkt durch einen Bombenalarm im Hauptbahnhof … wegen einem vergessenen Koffer… ein terroristischer Hintergrund … eine Reihe von Explosionen erschütterte das Brandenburger Tor, bevor es schließlich in sich zusammenstürzte … die ersten Schätzungen gehen von mehr als 100 Toten aus … die wollen doch Krieg! Dann geben wir ihnen Krieg! … niemand hätte erwartet, dass ausgerechnet Deutschland … die Bundesregierung wurde in Sicherheit gebracht … die ganze Nation konnte zusehen, wie das Brandenburger Tor … vermutet Al-Quaida … wurde eine Moschee angegriffen … Live Schaltung nach Washington … uneingeschränkte Solidarität mit unseren deutschen Brüdern und Schwestern … tiefe Bestürzung … einziges Ziel der sukzessiven Explosionen war, den Fernsehteams genug Zeit … bestätigt, dass es bislang 200 Todesopfer gab, und eine weitere Frau noch um ihr Leben kämpft …

* * *

Er zündete sich eine Zigarette an. Seine Finger zitterten. Er stand im Treppenhaus des Hospitals. Hier durfte er rauchen. Und die Ruhe genießen. Das dauernde piep, piep, piep zehrte an seinen Nerven. Seine Mutter. Seine Mutter kämpfte um das Leben.
Die Tür ging auf. Sein bester Freund stand da, schaute etwas blass. Er holte seinen Geldbeutel raus, und drückte ihm zwei Zwanziger in die Hand.
„Fehlen noch Zehn. Kriegst Du morgen im Club.“
Er stieg die Treppe runter. Die Tür unten schloss mit einem lauten, tiefen Schlag.