Zur Ontologischen Bestimmung Neuronaler Netze
2003, 2004 schrieb ich als Philosophiestudent eine Hausarbeit über Neuronale Netze, turingvollständigkeit, und die Frage, was Künstliche Intelligenz und den Menschen ausmachen. Damals ging es um Ray Kurzweils Visionen, die Grenzen künstlicher Intelligenz und die Möglichkeit, den menschlichen Geist auf einem Computer nachzubilden. Mehr als zwanzig Jahre später, im Zeitalter von LLMs und generativer KI, habe ich die Arbeit wiederveröffentlicht. Manche meiner Argumente würde ich heute anders formulieren, einige Aussagen korrigieren, aber ein paar Gedanken sind vielleicht interessant. Für die meisten wahrscheinlich nicht.
Für mich war diese Arbeit immer mit dem folgenden Gedanken verbunden: eine Rechnung wird durch einen Computer nicht simuliert, sondern die Rechnung findet tatsächlich statt.
Ich finde den Gedanken immer noch interessant und wichtig. Wenn ich die Arbeit aber lese, finde ich, dass die Arbeit diesen Gedanken weder wirklich gut ausarbeitet, noch die Folgen davon reflektiert. Stattdessen tastet sie sich an viele anderen Fragen ein wenig ran, ohne wirklich voranzukommen. Na gut. Ich war ja auch erst Mitte 20.
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