Simia on Web http://simia.net All posts on Simia on Web Beating the Second Law http://simia.net/wiki/Beating_the_Second_Law 2008-08-12T00:00:00+02:00 Denny 12 August 2008 Yihon Ding has an interesting blogpost taking analogies to the laws of thermodynamics and why this means trouble for the Semantic Web. I disagree in one aspect: I think it is possible to invest the amount of human power to the system and to still keep it going. I can't nail it down exactly -- I didn't read "Programming the Universe" yet, so I can't really discuss it, but the feeling goes along the following lines: the value of a network increases superlinearly, if not even quadratic (Metcalfe's Law), whereas the amount of information increases sublinearly (due to redundancies in human knowledge). Or, put it in another way: get more people and Wikipedia or Linux gets better, because they have a constrained scope. The more you constrain the scope the more value is added by more people. This is an oversimplification. Web Semantic Web 12 August 2008

Yihon Ding has an interesting blogpost taking analogies to the laws of thermodynamics and why this means trouble for the Semantic Web.

I disagree in one aspect: I think it is possible to invest the amount of human power to the system and to still keep it going. I can't nail it down exactly -- I didn't read "Programming the Universe" yet, so I can't really discuss it, but the feeling goes along the following lines: the value of a network increases superlinearly, if not even quadratic (Metcalfe's Law), whereas the amount of information increases sublinearly (due to redundancies in human knowledge). Or, put it in another way: get more people and Wikipedia or Linux gets better, because they have a constrained scope. The more you constrain the scope the more value is added by more people.

This is an oversimplification.

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One world. One web. http://simia.net/wiki/One_world._One_web. 2008-04-23T00:00:00+02:00 Denny 23 April 2008 I am in Beijing at the opening of the WWW2008 conference. Like all WWWs I was before, it is amazing. The opening ceremony was preceded by a beautiful dance, combining tons of symbols. First a woman in a traditional Chinese dress, then eight dancers in astronaut uniforms, a big red flag with "Welcome to Beijing" on it (but not on the other side, when he came back), and then all of them together... beautiful. Boris Motik's paper is a best paper candidate! Yay! Congratulations. I rather listen to the keynote now :) Blogging from my XO One. Web Travel 23 April 2008

I am in Beijing at the opening of the WWW2008 conference. Like all WWWs I was before, it is amazing. The opening ceremony was preceded by a beautiful dance, combining tons of symbols. First a woman in a traditional Chinese dress, then eight dancers in astronaut uniforms, a big red flag with "Welcome to Beijing" on it (but not on the other side, when he came back), and then all of them together... beautiful.

Boris Motik's paper is a best paper candidate! Yay! Congratulations.

I rather listen to the keynote now :)

Blogging from my XO One.

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Zur Macht der Blogger http://simia.net/wiki/Zur_Macht_der_Blogger 2007-02-27T00:00:00+01:00 Denny 27 February 2007 sympatexter hat einen Eintrag dazu geschrieben, dass sich Blogger gerne für zu wichtig nehmen (als Antwort auf ein Stück von Robert Basic, der darüber schreibt, dass sich Blogger noch nicht wichtig genug nehmen). Als Randbemerkung: es ist amüsant zu sehen, dass ausgerechnet sympatexter auf diesen Missstand hinweißt, insbesondere da die Tagline des eigenen Blogs sympatexter rules the world ist. (Mein Fehler, sorry) Was ist der Sinn des Bloggens? Das würde vielleicht zu weit führen. Aber einzelne Argumente des sympatexters möchte ich doch genauer beleuchten: "Was die Blogger interessiert, interessiert auch leider NUR die Blogger." Stimmt nicht ganz - oder zumindest würde ich dafür gerne mehr Beleg sehen. Blogger werden von der Werbewirtschaft als Multiplikatoren betrachtet - eine Eigenschaft, die sie nur haben können, wenn mehr Leute Blogs lesen als sie schreiben. Außerdem bloggen viele über allgemein interessante Themen, von Lost über Britney Spears, Verbrauchererfahrungen mit Produkten und Dienstleistungen, die Bundestagswahlen bis hin zu Menschenrechtsverletzungen in Guantanamo oder direkten Berichten aus Krisengebieten im Nahen Osten oder Thailand. Glaubt Ihr nicht? Schaut auf Technorati nach, die haben eine aktuelle Liste von populären Themen. Heutige Favoriten: die Oscars, Antonella Barba, und Al Gore. Alles Themen die auch außerhalb der Blogosphäre relevant sind. Meine Zustimmung zu der Beobachtung bezüglich der Statistiken. Die Zahlen, die in den Medien genannt werden, sind häufig irreführend, aber das ist eine Eigenschaft von Statistiken und Medien. Verfolgt man die Zahlen auf die Quelle, wird man oft enttäuscht sein. "In Deutschland lesen sehr wenige Menschen Blogs." Auch hier hätte ich gerne Zahlen. Ich bin mir sicher, dass ein großer Teil der webnutzenden Bevölkerung schon mal einen Blog gelesen hat, schlicht, weil sie bei Anfragen bei den Suchmaschinen häufig auf Blogeinträge stoßen. Vielleicht sind sich die Leser nicht mal bewusst, dass sie einen Blog lesen (ebenso wie der Anteil der Wikipedia-Leser, der nicht weiß, dass die Wikipedia von jedem verändert werden kann, stark zugenommen hat). Einige meiner bestbesuchten Einträge haben mit dem Kochen von Milchreis, den Machenschaften des Kleeblatt-Verlags, und Filmen zu tun. Die Leute, die das Lesen sind nicht die üblichen Leser meines Blogs -- aber ein wichtiger Anteil. "Die meisten Blogs haben noch nicht mal dreistellige Zugriffszahlen pro Tag und werden meistens von Freunden gelesen." Zustimmung, und gleichzeitig die Frage: na und? Ich erwarte ja, dass dieser Blog hier eigentlich nur von Leuten gelesen wird, die mich kennen. Das kann wieder für einzelne Beiträge anders sein, aber im Allgemeinen trifft das zu. Und das, was ich schreibe, interessiert auch meistens nur diese Wenigen -- wenn überhaupt. Aber das ist OK. Blogs werden vielfach dafür verwendet, die Kommunikation zu Freunden und Bekannten, oder gar zur Familie, zu vereinfachen, gar zu ermöglichen, oder sie schlicht aufrechtzuerhalten. Und das ist gut so. Nicht jeder Blog muss Hunderttausende von Lesern haben, das wäre nicht mal möglich. Man darf halt als Blogger dann aber auch nicht erwarten, dass Hunderttausende lesen und durch die Einträge beeinflusst werden. "Etwas zu verlinken, was älter als eine Woche ist, ist ja schon fast Blasphemie - so versinkt das meiste, kaum wahrgenommen, in den Archiven." Zurecht beanstandet. Man sollte häufiger in die Archive verlinken, und strukturierte Einträge machen, die langfristig von Interesse sind. Semantische Technologien, wie ich sie auch in meiner Arbeit entwickle, sollen auch konkret an diesen Baustellen arbeiten. Ein Probekapitel zu semantischen Blogs und Wikis aus einem jüngst erschienen Buch über Wikis und Blogs gibt dazu ein wenig Einsicht, wie man sich das vorstellen kann. Leider sind nur die ersten 8 Seiten online verfügbar. (Achtung Werbung!) Kauft das Buch! (Werbung Ende) Solche Technologien sollen helfen, Blogeinträge dann verfügbar zu machen, wenn sie relevant sind. Einen ersten Vorgeschmack bietet die Firefox Extension Blogger Web Comments von Google. Letztlich aber bleibt ein Argument vor allem: selbst wenn es wenige lesen, und es viel zu häufig Nabelschau ist, was die Blogger machen -- dieser Eintrag mit eingeschlossen, ironischerweise -- ist das Bloggen eine Technik, die es zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit tatsächlich so vielen Leuten konkret ermöglicht, aktiv eine Stimme zu haben. Ob das, was diese Leute damit anfangen, gut ist oder nicht, dass sei eine Entscheidung des Einzelfalls. Aber allein die Tatsache, dass heute Klein-Gretchen aus Hintertupfingen ihre handgekrakelten Bilder hochladen kann, und sie sofort weltweit zugänglich sind, ist ein Schritt auf dem Weg zu einer globalen Gesellschaft. Ein kleiner, ja, aber ein notwendiger und auch wichtiger. Web Blogs 27 February 2007

sympatexter hat einen Eintrag dazu geschrieben, dass sich Blogger gerne für zu wichtig nehmen (als Antwort auf ein Stück von Robert Basic, der darüber schreibt, dass sich Blogger noch nicht wichtig genug nehmen). Als Randbemerkung: es ist amüsant zu sehen, dass ausgerechnet sympatexter auf diesen Missstand hinweißt, insbesondere da die Tagline des eigenen Blogs sympatexter rules the world</em> ist. (Mein Fehler, sorry)

Was ist der Sinn des Bloggens? Das würde vielleicht zu weit führen. Aber einzelne Argumente des sympatexters möchte ich doch genauer beleuchten:

  • "Was die Blogger interessiert, interessiert auch leider NUR die Blogger." Stimmt nicht ganz - oder zumindest würde ich dafür gerne mehr Beleg sehen. Blogger werden von der Werbewirtschaft als Multiplikatoren betrachtet - eine Eigenschaft, die sie nur haben können, wenn mehr Leute Blogs lesen als sie schreiben. Außerdem bloggen viele über allgemein interessante Themen, von Lost über Britney Spears, Verbrauchererfahrungen mit Produkten und Dienstleistungen, die Bundestagswahlen bis hin zu Menschenrechtsverletzungen in Guantanamo oder direkten Berichten aus Krisengebieten im Nahen Osten oder Thailand. Glaubt Ihr nicht? Schaut auf Technorati nach, die haben eine aktuelle Liste von populären Themen. Heutige Favoriten: die Oscars, Antonella Barba, und Al Gore. Alles Themen die auch außerhalb der Blogosphäre relevant sind.
  • Meine Zustimmung zu der Beobachtung bezüglich der Statistiken. Die Zahlen, die in den Medien genannt werden, sind häufig irreführend, aber das ist eine Eigenschaft von Statistiken und Medien. Verfolgt man die Zahlen auf die Quelle, wird man oft enttäuscht sein.
  • "In Deutschland lesen sehr wenige Menschen Blogs." Auch hier hätte ich gerne Zahlen. Ich bin mir sicher, dass ein großer Teil der webnutzenden Bevölkerung schon mal einen Blog gelesen hat, schlicht, weil sie bei Anfragen bei den Suchmaschinen häufig auf Blogeinträge stoßen. Vielleicht sind sich die Leser nicht mal bewusst, dass sie einen Blog lesen (ebenso wie der Anteil der Wikipedia-Leser, der nicht weiß, dass die Wikipedia von jedem verändert werden kann, stark zugenommen hat). Einige meiner bestbesuchten Einträge haben mit dem Kochen von Milchreis, den Machenschaften des Kleeblatt-Verlags, und Filmen zu tun. Die Leute, die das Lesen sind nicht die üblichen Leser meines Blogs -- aber ein wichtiger Anteil.
  • "Die meisten Blogs haben noch nicht mal dreistellige Zugriffszahlen pro Tag und werden meistens von Freunden gelesen." Zustimmung, und gleichzeitig die Frage: na und? Ich erwarte ja, dass dieser Blog hier eigentlich nur von Leuten gelesen wird, die mich kennen. Das kann wieder für einzelne Beiträge anders sein, aber im Allgemeinen trifft das zu. Und das, was ich schreibe, interessiert auch meistens nur diese Wenigen -- wenn überhaupt. Aber das ist OK. Blogs werden vielfach dafür verwendet, die Kommunikation zu Freunden und Bekannten, oder gar zur Familie, zu vereinfachen, gar zu ermöglichen, oder sie schlicht aufrechtzuerhalten. Und das ist gut so. Nicht jeder Blog muss Hunderttausende von Lesern haben, das wäre nicht mal möglich. Man darf halt als Blogger dann aber auch nicht erwarten, dass Hunderttausende lesen und durch die Einträge beeinflusst werden.
  • "Etwas zu verlinken, was älter als eine Woche ist, ist ja schon fast Blasphemie - so versinkt das meiste, kaum wahrgenommen, in den Archiven." Zurecht beanstandet. Man sollte häufiger in die Archive verlinken, und strukturierte Einträge machen, die langfristig von Interesse sind. Semantische Technologien, wie ich sie auch in meiner Arbeit entwickle, sollen auch konkret an diesen Baustellen arbeiten. Ein Probekapitel zu semantischen Blogs und Wikis aus einem jüngst erschienen Buch über Wikis und Blogs gibt dazu ein wenig Einsicht, wie man sich das vorstellen kann. Leider sind nur die ersten 8 Seiten online verfügbar. (Achtung Werbung!) Kauft das Buch! (Werbung Ende) Solche Technologien sollen helfen, Blogeinträge dann verfügbar zu machen, wenn sie relevant sind. Einen ersten Vorgeschmack bietet die Firefox Extension Blogger Web Comments von Google.

Letztlich aber bleibt ein Argument vor allem: selbst wenn es wenige lesen, und es viel zu häufig Nabelschau ist, was die Blogger machen -- dieser Eintrag mit eingeschlossen, ironischerweise -- ist das Bloggen eine Technik, die es zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit tatsächlich so vielen Leuten konkret ermöglicht, aktiv eine Stimme zu haben. Ob das, was diese Leute damit anfangen, gut ist oder nicht, dass sei eine Entscheidung des Einzelfalls. Aber allein die Tatsache, dass heute Klein-Gretchen aus Hintertupfingen ihre handgekrakelten Bilder hochladen kann, und sie sofort weltweit zugänglich sind, ist ein Schritt auf dem Weg zu einer globalen Gesellschaft. Ein kleiner, ja, aber ein notwendiger und auch wichtiger.

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