Ein einfacher Kongressmann (Tom Hanks). Eine sehr rechte reiche Texanering (Julia Roberts). Ein äußerst guter CIA Agent (Philip Seymour Hoffman). Und Sowjets die in Afghanistan einmarschieren, im Kalten Krieg. Amerika muss sich wehren, auch am Hindukusch!
Der Film behandelt den afghanischen Krieg (den aus den 1980er Jahren), und es geht um sehr ernste Themen. Zudem beruht er auf wahren Ereignissen. Dennoch verpackt er es in abstrusen Witz, liefert uns charmante Antihelden, und deutet schließlich auch an, wie es zum nächsten Afghanistankrieg kommen konnte (den aus den 2000er Jahren), doch ist das kaum das Thema in diesem Film.
Wie bereits Hunting Party ein Film, der doch sensibel mit jenen Wahrheiten umgeht, für die er eintritt, und mit umso derberen Humor und Aufklärung die Missstände anprangert. Ein besonderer Spagat gelingt dem Film da er die Aufteilung des politischen Spektrums in rechts und links nicht einfach mit Böse und Gut gleichsetzt, wie es etwa Michael Moore gerne macht, sondern ähnlich wie Team America nach beiden Seiten austeilt -- Lob, wie auch Kritik.
Wir sahen den Film gestern in der Sneak, leider in der Originalversion -- insbesondere die Texanischen Dialekte waren echt schwer zu verstehen, weswegen wohl der eine oder andere Gag verloren ging. Ich hoffe ihn dann auch in der deutschen Synchro zu sehen.
Charlie Wilson's War (Der Krieg des Charlie Wilson) läuft in Deutschland am 7. Februar 2008 in den Kinos an.
Bewertung: 4 von 5
Wunderschöner Film. Auch wenn der Sympatexter offenbar nicht allzu begeistert war, mir gefiel er sehr. Wem Wes Andersons andere Filme gefallen haben (insbesondere The Royal Tenenbaums und The Life Aquatic with Steve Zissou), der wird sich auch an Darjeling Limited sehr freuen.
Der Film ist farbenfroh, hat einen witzigen Soundtrack, unzählige skurrile Situationen, und hin und wieder auch sehr tiefer Stoff zum Nachdenken. Anderson setzt seine Schauspieler hervorragend in Szene, verzaubert mit den wunderbaren Macken der drei Brüder, und lässt einen mit der Gewissheit wieder aus dem Kino gehen, dass die eigene Familie gar nicht so verrückt ist, wie man immer angenommen hat. Die drei Brüder auf dem Weg durch Indien können erst sich selbst finden, wenn sie zueinander gefunden haben -- und das ist erst möglich, nachdem sie mit dem Gesicht nach vorne auf ein echtes Schicksal treffen.
Bewertung: 5 von 5